Immer mehr internationale Hilfskonvois versuchen, die Belagerung Gazas zu durchbrechen. Ein großer Teil der Medikamente, die Gaza geschenkt werden, stellt jedoch eher eine Gefahr denn eine Hilfe dar. Lieferungen verfallener Arzneimittel sorgen in Gaza für Probleme.
Spionageaffären, Ermittlungen in einem Mordfall und politische Spannungen zwischen pro-westlichen und pro-iranischen Kräften drohen, den Libanon erneut in eine Krise zu stürzen.
Der letzte Feldversuch des neu entwickelten Raketenabwehrsystem „Stahldom“ soll „alle Erwartungen überstiegen“ haben. Doch Sinn und Effizienz des neuen Systems sind in Israel umstritten.
In Israel wurde ein Mann für 18 Monate ins Gefängnis geschickt, weil er sich ins Bett einer jungen Frau hineingelogen hat. Manche sprechen vom Schutz der Frauen, manche von Übertreibung, andere vermuten hinter dem harten Urteil Rassismus, weil der Mann Araber und die Frau Jüdin ist.
Nach vier Jahren hat Israel die Blockade des Gazastreifens erheblich erleichtert. Doch das Leben im verarmten Landstrich ist noch weit von Normalität entfernt. Die Hamas scheint bisher von den Entwicklungen zu profitieren.
Kein Tag vergeht, an dem Israel und die libanesische Hisbollahmiliz sich nicht gegenseitig drohen und ihre eigene Bevölkerung vor einem Angriff der anderen Seite warnen. Zunehmend sind nun auch europäische UNIFIL-Soldaten von den Spannungen betroffen. Nach der Entdeckung von Erdgasreserven im Mittelmeer könnte auch dem deutschen Kontingent zur See Gefahr drohen.
In einer abgelegenen Kaserne in Nordisrael geben junge Soldatinnen jugendlichen Kriminellen Hoffnung auf ein neues, normales Leben.
Vier Jahre lang hat Noam Schalit stillgehalten und auf seine Regierung vertraut. Aber jetzt hat der Vater eines verschleppten israelischen Soldaten genug: Er will den Staat dazu zwingen, einen Deal mit der Hamas zu machen.
Für die einen ist es ein harmloser Bubenstreich gelangweilter Soldaten, für die anderen der Versuch, das Leid der Palästinenser vergessen zu machen. Ein Hip-Hop Tanz israelischer Elitesoldaten sorgt im Nahen Osten für Aufruhr.
Einen herzlicheren Empfang hätte Israels Premier sich in Washington nicht wünschen können. Er kehrt mit handfesten Versprechen für Israels Atomprogramm zurück, und musste sich zu nichts verpflichten. Nachdem es monatelang in den israelisch-amerikanischen Beziehungen kriselte, sollen nun alle Spannungen beigelegt sein. Was dies für den Friedensprozess bedeutet bleibt allerdings unklar.
Israels Premiers und Politiker bezeichnen Jerusalem gern als ihre "ewige, unteilbare Hauptstadt". Durch die umstrittene Hauptstadft des Judenstaates ziehen sich jedoch unzählige Trennlinien. Wie leben die Menschen hier wirklich zusammen? Ein Blick auf den komplexen Alltag der Heiligen Stadt.
Dass Fußballfans ihr Team anfeuern ist Routine. Wenn die Mannschaft aber für Deutschland spielt und die Fans Israelis sind, ist das außergewöhnlich. Trotz der belasteten Geschichte ist die deutsche Nationalelf eins der beliebtesten Teams im Land.
Selbst israelische Medien hatten bisher nur wenig Gutes über die Kommission zu sagen, die Premier Benjamin Netanjahu eingesetzt hatte, um die blutige Übernahme des türkischen Schiffes „Mavi Marmara“ Ende Mai zu untersuchen. Damals hatten israelische Soldaten neun türkische Staatsbürger bei dem Versuch, die Seeblockade des Gazastreifens zu brechen, getötet. Nicht nur die Zusammenstellung der Kommission, drei Pensionäre mit einem Durchschnittsalter von 83 Jahren und zwei internationale Beobachter ohne Befugnisse, wurde bemängelt, sondern auch die mangelnden Vollmachten. Die Kommission habe einfach keine Zähne, schrieb ein Kommentator und äußerte den Verdacht, Netanjahu wolle sich einen Persilschein ausstellen lassen. Aber der Richter spielt Netanjahus Spiel nicht mit, Er fordert weitgehende Kompetenzen.
Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel hatte auf Kooperation gesetzt. Aber allen diplomatischen Anstrengungen zu trotz machte Israel einem geplanten Besuch im Gazastreifen in letzter Minute einen Strich durch die Rechnung.
Der Streit um eine Schule in Israel legt den tiefen Graben zwischen säkularen und ultra-orthodoxen Juden offen. Nicht nur Politiker sehen in den neuesten Unruhen im Land den Anfang eines entscheidenden Kulturkampfs. Blutvergießen konnte vorerst vermieden werden.
Molekularbiologische Studien könnten dabei helfen, Fragen zu beantworten, über die sich Historiker, Rabbiner und Politiker bereits seit Jahrhunderten streiten. In einer Studie menschlichen Erbmaterials untersuchten Forscher die genetische Verwandtschaft verschiedener Bevölkerungsgruppen, und gaben Antwort über Herkunft und Geschichte des jüdischen Volkes. Die Forschungsergebnisse sind medizinisch und historisch wertvoll, könnten allerdings in der Politik höchst problematische Anwendungen finden.
Die Fußballweltmeisterschaft könnte da Erfolg haben, wo die internationale Diplomatie versagt. Wenn Geschichte als Anhaltspunkt dienen kann, steht der Region ein ruhiger Monat bevor, zum Unmut mancher Extremisten.
Es ist noch nicht lang her, da fühlten Israelis sich ständig belagert und bedroht. Der Friedensprozess verwandelte dieses Lebensgefühlfür kurze Zeit. Spätestens seit der blutigen Übernahme des Schiffes „Mavi Marmara“, das mit internationalen Aktivisten und Hilfsgütern an Bord die Blockade des Gazastreifens durchbrechen wollte, machte diesem neuen Gefühl ein jähes Ende. Nachdem israelische Kommandos neun Menschen im Mittelmeer töteten und die Welt empört aufschrie, fühlt Israel sich wieder angegriffen und zunehmend isoliert.
Israel hat die Idee einer internationalen Untersuchungskommission nach dem Zwischenfall im Mittelmeer abgelehnt, unterdessen entfaltet sich die Krise weiter. Lesen Sie hier mehr.
Während Israel nach dem Zwischenfall im Mittelmeer um Schadensbegrenzung bemüht ist, versuchen Israels Gegner, das Debakel zu ihren Gunsten auszuschlachten.
Nach dem Debakel der blutigen Übernahme eines Hilfskonvois internationaler Aktivisten durch israelische Kommandos lässt der Druck auf Jerusalem nicht nach. Noch wehrt Israels Premier Benjamin Netanjahu sich gegen die Einrichtung einer Untersuchungskommission, aber selbst innerhalb des Kabinetts wird die Forderung nach einer Untersuchung des Zwischenfalls im Mittelmeer laut.
Einst galt die Türkei als Israels wichtigster Verbündeter in der Region. Das scheint nun endgültig vorbei zu sein. Der Kurswechsel Ankaras in Bezug auf Jerusalem weist aber auf mehr als nur die bilateralen Beziehungen hin. Premier Racip Erdogan richtet seinen Staat neu aus.
Nach der blutigen Übernahme eines internationalen Hilfskonvois sah Israel sich gestern scharfer Kritik auch von Seiten guter Verbündeter ausgesetzt. Die Aktion im Mittelmeer rückt die Blockade des Gazastreifens erneut ins internationale Rampenlicht. Kaum jemand beachtet dabei aber die Rolle, die Ägypten spielt.
Die Euphorie vor der Übernahme des Hilfskonvois im Mittelmeer wich nach dem Blutbad an Bord der „Mavi Marmara“ einer Katerstimmung. Regierung, Armeeführung, die Aktivisten und der Rest Welt geraten ins Kreuzfeuer einer Bevölkerung, die sich nicht verstanden fühlt. Nur die Soldaten, die an Bord geschickt wurden, nimmt ganz Israel in Schutz.
Israel steht wieder am Pranger, diesmal wahrscheinlich zu Recht. Nichts kann entschuldigen, dass neun Zivilisten bei der blutigen Übernahme des internationalen Hilfskonvois im Mittelmeer getötet wurden. Selbst die Belagerung des Gazastreifens, lässt sich kaum verteidigen – weder moralisch, noch politisch. Sie hat der Herrschaft der Hamas im Gazastreifen nicht geschadet, sondern sie vielleicht sogar gestärkt. Ihr Wiederaufrüsten hat die Blockade nicht verhindert. Die Islamisten besitzen bereits Raketen, die Tel Aviv erreichen können. Sie besitzen genug Munition, feuern sie ihre Raketen doch wöchentlich auf israelische Städte ab und schießen auf israelische Landwirte, die ihre Felder nah der Grenze bearbeiten. Aber trotzdem verfehlt ein großer Teil der Kritik ihr Ziel, und dass aus zwei Gründen.
Israels Regierung gefährdet mit ihrer Dummheit ihren Staat. Lesen Sie hier, warum
Israel und Ägypten erhalten seit dem Sommer 2007 eine Blockade des Gazastreifens aufrecht. Lesen Sie hier warum und mit welchen Konsequenzen.
Bei einer israelischen Kommandoaktion im Mittelmeer gegen einen Konvoi mit rund 800 internationalen Aktivisten sind mindestens 15 Menschen getötet und zig verletzt worden. Nun steht der Region eine neue Krise ins Haus.
Israel bereitet sich auf die Ankunft hunderter Aktivisten vor, die am Samstag die Blockade des Gazastreifens mit acht Schiffen durchbrechen wollen. Die wollen medienwirksam einen Zusammenstoß mit der Armee provozieren, um Aufmerksamkeit auf die Blockade zu lenken.
Die Aktivisten, die die israelische Blockade durchbrechen wollen, haben Recht, genau wie Israel, dass die Aktivisten dafür kritisiert.
Zum vierten Mal hält Israel eine einwöchige, landesweite Zivilschutzübung ab, die größte der Welt. Gestern wurde die gesamte Bevölkerung dazu angehalten, für zehn Minuten die Bunker aufzusuchen.
Die britische Zeitung „Guardian“ behauptet, den ersten schriftlichen Beweis dafür geliefert zu haben, dass Israel Atomwaffen besitzt. Israel dementiert scharf. Mit der Veröffentlichung der Protokolle mehrerer geheimer Treffen zwischen israelischen und südafrikanischen Ministern und Funktionären kommt Israels Atompolitik immer mehr unter Druck.
Der Restaurator Matthias Blana ist einer der wenigen Experten Deutschlands die sich darauf verstehen, antike Keramikscherben aus archäologischen Ausgrabungen wieder zu prachtvollen Vasen zusammenzufügen. Für ihn sind die alten Gefäße ein „Fenster zur Vergangenheit“.
Eine Mischung aus politischer Überzeugung, Abenteuerlust und Routine treibt jeden Freitag zig Israelis über die Grenze ins Westjordanland, wo sie Schulter an Schulter mit Palästinensern gegen den Bau von Grenzanlagen und Israels Besatzung demonstrieren. Dabei nehmen sie auch Gefahren in Kauf.
Die indirekten Verhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern haben nach 18 Monaten Stillstand auf Druck aus Washington gerade erst begonnen. Mehrere Aussagen israelischer Politiker beschwören nun bereits die nächste Krise herauf.
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) nahm gestern (Montag) einstimmig Slowenien, Estland und Israel in den exklusiven Kreis der 31 hochentwickelten Industrienationen auf. Die OECD bestätigt damit einen Insidertrend, der Israels Wirtschaft und die Landeswährung, den Neuen Israelischen Schekel (NIS), in den vergangenen Jahren als eine der stabilsten Investitionen weltweit ausgemacht hat.
Die Libanesen behaupten, die wahren Erfinder von Hummus zu sein, eine Kichererbsenpaste, die in Nahost zu den Grundnahrungsmitteln zählt. Seit Monaten bezichtigen die Libanesen nun Israel, ihnen den Hummus als Nationalgericht geraubt zu haben. Das hat zu einem Krieg um Hummus geführt.
Das kleine palästinensische Dorf Bilin gilt als der Prototyp des friedlichen Widerstands gegen die israelische Besatzung. Nachdem die Attentatswelle der zweiten Intifada, der gewaltsame Aufstand gegen Israel, scheiterte, erhält Bilins Idee von der „weißen Intifada“ in der palästinensischen Gesellschaft immer mehr Zuspruch. Viele Orte im Westjordanland kopieren das „Bilin Modell“, politische Parteien übernehmen das Konzept. Von einer Massenbewegung kann aber noch keine Rede sein.
Bald wird es unmöglich sein, jemand über den Jordan zu bringen. Aus dem einst wichtigsten Fluss des Heiligen Landes ist ein schmaler Abwasserkanal geworden. Doch selbst diesem trüben, schmalen Rinnsal droht im kommenden Jahr das Aus, wenn nicht massiv eingegriffen wird.
Nach einem Jahr völligen Stillstands soll noch in dieser Woche der Nahostfriedensprozess wieder beginnen, doch nur wenige sehen dies als Anlass für neuen Optimismus.
Der Flughafen in Tel Aviv war für arabische Israelis früher Sinnbild der Unterdrückung und Diskriminierung durch den Staat der Juden. Heute könnte er Dank Kooperation von Sicherheitskräften und arabischen Bürgerrechtlern zu einem Symbol der Koexistenz werden.
Israels stellvertretender Außenminister Danny Ayalon reagierte gestern (Donnerstag) auf einem Treffen mit ausländischen Journalisten auf die Forderung des US-Präsidenten Barack Obama, dass Israel dem Atomwaffensperrvertrag (non-proliferation treaty – NPT) beitritt. "Grundsätzlich unterstützen wir die Absicht, eine Welt zu schaffen, in der es keine Atomwaffen und keine Bedrohung gibt", sagte Ayalon. "Sobald in dieser Region ein Zustand friedlicher Koexistenz vorherrscht, sind wir durchaus dazu bereit, unsere Strategie der nuklearen Vieldeutigkeit zu überdenken", sagte Ayalon.
Als Agenten des Mossad am 11. Mai 1960 Adolf Eichmann in Buenos Aires ergriffen und nach Jerusalem brachten, begann einer der wichtigsten Gerichtsprozesse in Israels Staatsgeschichte. Mit dem Prozess gegen den Architekten des Holocausts setzte sich der Judenstaat zum ersten Mal offen mit den Schrecken des Völkermords der Nazis auseinander. Fünfzig Jahre danach sprach unsere Zeitung mit dem stellvertretenden Chefankläger Gabriel Bach.
Von wegen „schwaches Geschlecht“: Die israelische Kriminologin Dr. Anat Berko ist anderer Meinung: „Frauen sind gefährlicher als Männer.“ Es ist nur eine der Schlüsse aus einer Studie, die Berkos über weibliche palästinensische Selbstmordattentäterinnen veröffentlichte. Jahrelang hatte Berko Zugang zu Palästinensern in israelischen Gefängnissen. In unzähligen Gesprächen baute sie enge Beziehungen auf und erhaschte einen faszinierenden Blick in die Gedankenwelt palästinensischer Terroristen.
In wenigen Monaten beginnt in Israel das weltweit erste Pilotprojekt, das Elektroautos flächendeckend verkaufen will. Der kleine Staat im Nahen Osten will damit den Weg in eine sauberere, gesündere stabilere Zukunft weisen.
Jerusalemer mochten das Bauprojekt noch nie. Israelische Medien bezeichnen den riesigen Hochhauskomplex, der das „Holyland Hotel“ auf einem Hügel in der Stadt ersetzte, als „Schandfleck“. Neben dem Architektenstreit rangt sich nun angeblich „eine der größten Korruptionsaffären in der Staatsgeschichte“ Israels um die umstrittenen Luxuswohnungen. Zig Millionen Euro sollen Beamten zugeschoben worden sein, um den Bau der hässlichen Häuser mit dem traumhaften Ausblick zu genehmigen, Baurechte auszudehnen und Bauauflagen zu ignorieren. Als Hauptverdächtige gelten Ex-Premier Ehud Olmert, der zu Zeit der Planung als Jerusalems Bürgermeister amtierte, und sein Nachfolger Uri Lupolianski. Sechs Personen befinden sich bereits in Untersuchungshaft, eine Vielzahl hochrangiger Beamter steht unter Korruptionsverdacht.
Israel erfreut sich eines Besucherbooms. Das erkennen inzwischen auch deutsche Anbieter. Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft airberlin steigt jetzt im großen Stil mit ein. Sie fliegt künftig Neun mal wöchentlich ins Heilige Land.
Jahrzehnte lang versuchte Israel den Waffenschmuggel in Rafah zu unterbinden. Seit wenigen Monaten bemühen sich die Ägypter mit derselben Absicht, und mit demselben Erfolg – nämlich vergeblich. Was Ausgaben in Milliardenhöhe und die Stationierung hunderter Soldaten nicht bewirken konnten, hat die Hamas jetzt mit einer Anordnung innerhalb von Stunden erreicht. Daraus kann man zwei wichtige Lehren ziehen.
Für eine Organisation, die seit Jahren für den freien Zugang zum Gazastreifen auch unter der Erde kämpft, war es ein unerwarteter Beschluss: In der Nacht zum Mittwoch wies das Innenministerium der radikal-islamischen Hamas die Betreiber aller Schmugglertunnel in Rafah an, das Grenzgebiet zu verlassen und ihre Tunnel zu schließen. Seitdem die Hamas die Macht in Gaza hat, ist sie nicht nur großen Spannungen mit Israel, Ägypten und der Fatah ausgesetzt. Sie gerät zunehmend auch in Zwist mit ihren ehemaligen Waffenbrüder anderer radikaler Splittergruppen.
Augenscheinlich geht es Israels Kritikern um Fairness: Wenn der Judenstaat verlangt, dem Iran wegen dessen Atomprogramm Daumenschrauben anzulegen, dann muss auch Jerusalem sein nukleares Waffenarsenal aufgeben. Kann man Teheran anzuprangern, während Israel angeblich hunderte Sprengköpfe besitzt? Messen Israel und seine Verbündeten mit zweierlei Maß? Die Antwort darauf lautet eindeutig: Ja. Und das ist nicht nur rechtlich und moralisch vertretbar, sondern sogar überlebenswichtig.
Israels Premier hat kurzfristig seine Teilnahme an der Atomsicherheitskonferenz in Washington abgesagt. Beobachter werten dies als Zeichen seiner zunehmenden Isolation und der andauernden Krise mit den USA.
Lange war der Keren Hayesod eine der wichtigsten Einrichtungen der zionistischen Bewegung. Jetzt feiert die ehemalige Bank der Zionisten ihren 90. Geburtstag. Trotzdem ist sie noch relevant.
An wohl keinem Tag werden die Quintessenz Jerusalems und die Problematik der Heiligen Stadt deutlicher als am Karfreitag, wenn sich hunderttausende Gläubige der drei monotheistischen Religionen auf dem Weg zu ihren Gebeten durch die engen Gassen der Altstadt aneinander vorbei drängen.
Beobachter bezeichnen die seit Wochen anhaltenden Spannungen zwischen Israel und den USA als „tiefste Krise seit Jahrzehnten“. Doch anstatt zu beruhigen, gießen Sprecher des rechten Lagers in Israel noch mehr Öl ins Feuer.
Die außenpolitische Isolation Israels wächst von Jahr zu Jahr. Längst gilt der Judenstaat nicht mehr als der kleine, sympathische David, der gegen eine arabische Übermacht ums Überleben kämpft. Stattdessen erscheint Israel als aggressiver Moloch, der seine Nachbarn terrorisiert. War man bisher in Jerusalem gewöhnt, Vorwürfe des UN-Rats für Menschenrechte zu ignorieren, weil sie von wenig glaubwürdigen Anklägern wie Libyen, China oder Saudi Arabien kamen, umfasst der Kreis der Israelkritiker und -feinde auch immer mehr westliche Staaten. In Umfragen bezeichnen Westeuropäer Israel als „größte Gefahr für den Weltfrieden“. Selbst die USA, Israels wichtigste und manchmal einzige Schutzmacht, schlagen neuerdings scharfe Töne gegen die Regierung in Jerusalem an. Warum das so ist erfahren Sie in diesem Artikel.
Einen internationalen Krisenherd stellt man sich anders vor. Für den Zankapfel, der in den vergangenen Wochen die „schwerste Krise in den Beziehungen zwischen Israel und den USA seit Jahrzehnten“ heraufbeschwört hat, ist Ramat Schlomo erstaunlich langweilig. Ramat Schlomo ist ein typischer Vorort, wie man ihn an den Rändern israelischer Großstädte findet: terrassierte Mehrfamilienhäuser, die in der grellen Mittagssonne weiß glänzen, ziehen sich entlang breiter Straßen, die die Namen berühmter Rabbiner tragen. Trotzdem spielte Siedlung, oder der Stadtteil, in der vergangene Woche eine entscheidende Woche im Nahostkonflikt. Ein Besuch vor Ort.
Wenn nichts mehr schiefgeht, sollen Israel und die Palästinenser endlich indirekte Friedensverhandlungen aufnehmen. Doch welche Erfolgsaussichten hätten diese neuen Gespräche? Ein Analyse.
Israels Botschafter Michael Oren in den USA war am Wochenende höchst besorgt. Die Beziehungen zu Israels wichtigstem Verbündeten befänden sich „in der tiefsten Krise seit dem Jahr 1975“, sagte er in einer Konferenzschaltung mit Israels Konsuln in den USA. Seitdem US-Vizepräsident Joe Biden vergangene Woche bei seinem Staatsbesuch vom Gastgeber, Israels Premier Benjamin Netanjahu, brüskiert wurde, eskalieren die Spannungen.
Jerusalems Bürgermeister wollte ohne Rücksicht auf Verluste ein arabisches Stadtviertel sanieren. Sein Vorhaben stößt auf Misstrauen, Palästinenser drohen offen mit einer neuen Intifada. Premier Netanjahu hielt den Plan in letzter Minute auf.
Seit dem Tod eines Hamasfunktionärs in Dubai, der im Januar angeblich von Mossad Agenten ermordet wurde, erfreut sich der israelische Geheimdienst einer neuen Beliebtheit.
Die Spannungen zwischen Libyen, der Schweiz und der EU nehmen weiter zu. Die UN hat den Aufruf des libyschen Revolutionsführers Muammar Ghaddafi zum Jihad, zum heiligen Krieg, gegen die Schweiz verurteilt. Dies gehöre nicht in die Arena der internationalen Politik, sagte der Chef der UN in Genf Sergei Ordzhonikidze. Ghaddafi hatte Muslime in aller Welt zum heiligen Krieg gegen die Eidgenossen, „die Zionisten und fremde Einmischung“ aufgerufen. Jeder Muslim, der mit der Schweiz kooperiere, sei ein „Abtrünniger“, der wider „den Propheten, Gott und den Koran handelt“, sagte Ghaddafi. Anlass für den Streit ist die Entscheidung einer Volksabstimmung in der Schweiz, die künftig den Bau von Minaretten verbietet. Als eigentlicher Hintergrund gilt jedoch die Verhaftung von Ghadaffis Sohn Hannibal, der 2008 in einem Genfer Hotel mehrere Angestellte misshandelt haben soll. Obschon die Anklage später zurückgezogen wurde, hat Libyen auf mehrere Ebenen Vergeltung geübt. Der Ölstaat hat Milliarden von Schweizer Konten abgezogen und Diplomaten zurückbeordert. Seit einem Monat verteilt Libyen den Bürgern aus 28 europäischen Staaten des Schengener Abkommens keine Visas mehr.
Kurz nachdem die USA in einer versöhnlichen Geste einen neuen Botschafter nach Syrien entsandten, erhielt Washington einen Stümper aus Damaskus. Die Amerikaner „wollen unsere Region dominieren, fühlen aber, dass der Iran und Syrien sie davon abhalten“, sagte Irans Staatspräsident Mahmud Ahmadinedschad auf einem Staatsbesuch bei Syriens Präsident Baschar Assad. „Wir sagen ihnen, anstatt sich hier überall einzumischen, sollten sie ihre Sachen packen und abhauen“, so Ahmadinedschad, der in Damaskus aus den Führer der libanesischen Hisbollahmiliz Hassan Nasrallah traf. Die Hoffnung, Syrien aus seiner Entente mit Teheran zu locken, scheint gescheitert. Assad bekräftigte mit der Unterschrift eines weiteren Abkommens seine enge Bindung an Iran. Ahmadinedschad äußerte ferner seine Hoffnung, dass der Staat Israel bald untergehen werde.
In einer prinzipiellen Entscheidung hat der europäische Gerichtshof in Luxemburg (EuGH) den Palästinensern das Westjordanland zugesprochen, zumindest zollrechtlich. Die Palästinenser beanspruchen das 1967 von Israel eroberte Gebiet für sich. Israel hingegen bezeichnet das Westjordanland als „umstrittenes Gebiet“, errichtet hier Siedlungen und will im Rahmen eines Friedensabkommens Teile des Landstrichs annektieren. In einem Rechtsstreit über die Produkte der Firma Brita entschied das EuGH nun, dass das Gebiet zollrechtlich unter palästinensischer Oberhoheit steht. Brita führt Sprudelwasserbereiter und Zubehör der israelischen Firma Soda-Club ein, die eine Fabrik in Mischor Adumim betreibt. Mischor Adumim ist das Industriegebiet von Ariel, der größten Siedlerstadt im Westjordanland. Israel wie auch die palästinensische Autonomiebehörde (PA) haben Zollabkommen mit der EU geschlossen und können Güter zollfrei einführen. Das EuGH entschied jedoch, dass für die Einführung von Gütern aus dem Westjordanland eine Herkunftsbestätigung des israelischen Zolls nicht ausreicht. Nur die PA könne hier die notwendigen Dokumente ausstellen. Damit stellt sich die EU auf die Seite der PA. Der Vorsitzende der israelischen Industrie- und Handelskammer Schraga Brosch bezeichnete das Urteil des EuGH als „Entscheidung mit einer politischen, nicht wirtschaftlichen Dimension. Seit Jahren erheben manche europäische Staaten Zoll auf Produkte, die in Siedlungen hergestellt werden. Für den Handel wird das Urteil kaum Konsequenzen haben“, sagte Brosch. Seit rund sechs Jahren wird Israel von der EU verpflichtet, den genauen Herkunftsort ausgeführter Waren anzugeben. In Großbritannien forderte die Regierung Händler bereits dazu auf, Waren aus Siedlungen besonders zu markieren. Entscheidung der israelischen Regierung, auch Orte im Westjordanland zu „nationalen Kulturdenkmälern“ zu erklären und zu renovieren, stürzt die Region in neue Unruhen. Palästinas Präsident Mahmud Abbas warnt vor einem Religionskrieg, Sprecher palästinensischer Terrororganisationen drohen mit der Wiederaufnahme von Selbstmordattentaten. Israel weist die palästinensische Kritik als „Lügenkampagne“ zurück.
Eine Entscheidung der israelischen Regierung, auch Orte im Westjordanland zu „nationalen Kulturdenkmälern“ zu erklären und zu renovieren, stürzt die Region in neue Unruhen. Palästinas Präsident Mahmud Abbas warnt vor einem Religionskrieg, Sprecher palästinensischer Terrororganisationen drohen mit der Wiederaufnahme von Selbstmordattentaten. Israel weist die palästinensische Kritik als „Lügenkampagne“ zurück.
Tiefer kann man einen Spion nicht einbetten. Mosab Hassan Jussuf diente als der wichtigste Agent des israelischen Inlandsgeheimdienstes, dem Schin Bet. Mosab ist der Sohn Hassan Jussuf, ein Gründer der Hamas. Jahrelang verhinderte Mosab unzählige Attentate und half dabei, Erzterroristen ins Gefängnis zu befördern. Sein Motiv ist überraschender als die Tat: Er handelte nicht aus Gier, sondern aus Nächstenliebe und einem Wunsch nach Frieden.
Ein Jahr vor den entscheidenden Präsidentschaftswahlen wächst in Ägypten der Druck auf die Regierung. Kairo reagiert auf die Kritik von innen und von außen mit massiver Unterdrückung jeder Opposition.
Israelischen Chirurgen ist es erstmals mit einer neuen Methode gelungen, ein männliches Geschlechtsorgan entschieden zu verlängern und wieder voll funktionstüchtig zu machen.
Neue Funde neben dem Tempelberg in Jerusalem könnten eine Jahrzehnte alte Debatte über die Genauigkeit der Bibel entscheiden. Die Archäologin Elat Masar will die Stadtmauern König Salomos gefunden haben. Kritiker erwarten die Untersuchung der „potentiell sensationellen Funde“ mit Spannung.
Der Verdacht, dass der Mossad im Januar einen Hamasfunktionär in Dubai ermordete und dabei europäische Pässe nutzte erhärtet sich. Der perfekte Auftragsmord entwickelt sich zum diplomatischen Debakel. Die Dokumentation der Polizei in Dubai deckt geheime Arbeitsmethoden des Mossad auf, Schlampereien der israelischen Agenten lassen den gefürchteten Geheimdienst zuehmend in schlechtem Licht erscheinen.
Seit Jahrtausenden ringen Völker, Imperien und Staaten um die Herrschaft im „Heiligen Land“. Wer in der Gegenwart als rechtmäßiger Erbe gelten will, muss die Vergangenheit beherrschen. In diesem Identitätskampf ist jedes Mittel Recht. Das Arsenal reicht vom Bleistift, der auf Karten Ortsnamen festhält, über archäologische Funde und Schriften, bis zum Sprengstoff.
Kein biblischer Charakter wird im heutigen Israel so verehrt wie der fintenreiche König David. Die Debatte um die Historizität des rotschöpfigen Lausbuben entzündet in Israel vehemente Debatten.
Der israelische Geheimdienst Mossad wird hinter der Ermordung eines hochrangigen Hamasfunktionärs in Dubai im Januar verdächtigt. Nun könnte der Zwischenfall diplomatische Konsequenzen haben, da die vermeintlichen Mörder gefälschte europäische Pässe nutzten. Österreich soll als „Kommandozentrale“ für die Aktion gedient haben.
Im heißen Kampf um die Macht im Gazastreifen müssen die Bewohner des verarmten Landstrichs frieren. Weder Hamas noch Fatah wollen die Stromrechnungen der Bevölkerung begleichen.
Miangul Akbar Zeb war bisher einer der erfolgreichsten Diplomaten Pakistans. Doch die Weigerung mehrerer arabischer Staaten, ihn als Botschafter zu empfangen, setzte seiner steilen Karriere vorerst ein Ende. Grund der Ablehnung: Zebs Name.
Im Ostjerusalemer Stadtviertel Scheich Dscharrah ist der Streit um Mietsrechte mehr als nur ein juristisches Problem. Israelische Siedler prozessieren gegen Palästinenser, aber die Fälle werden nicht nur vor Gericht, sondern auch auf der Bühne der internationalen Diplomatie, türkischen Archiven und durch Straßenproteste und Polizeieinsätze entschieden. Anatomie eines großen Konflikts um kleine Häuser.
Palästinensische Terrororganisationen suchen ständig neue Wege, um Israel aus dem Gazastreifen anzugreifen. Jetzt haben sie den Weg über Meer entdeckt.
Seit dem Jahr 2002 hat der Staat Israel die Zuwendungen an die Universitäten um 20% gekürzt. Um diesem Trend entgegenzuwirken, begannen Professoren jetzt mit einer Lächeloffensive.
Seit dem mysteriösen Tod eines hochrangigen Hamasfunktionärs in einem Luxushotel in Dubai vor zehn Tagen ist der israelische Geheimdienst wieder in aller Munde. Der Mord an Mahmud Mabhuh, der zwei israelische Soldaten ermordet und für den militärischen Nachschub der Hamas in Gaza verantwortlich gewesen sein soll, wird Meir Dagan zur Last gelegt. Dabei hat der kleine Mann mit Glatze, Gehstock und dem gemütlich dicken Bauch so gar nichts von James Bond an sich. Trotz seines braven Erscheinungsbilds bezeichnete ihn aber selbst die ägyptische Regierungszeitung Al-Ahram vor kurzem als „Israels Supermann“. Seit rund acht Jahren führt Meir Dagan Israels legendären Geheimdienst „Mossad“. Unter der Leitung des ehemaligen Berufssoldaten hat der „lange Arm Israels“ seinen angeschlagenen Ruf wiederhergestellt. Inzwischen wird fast jeder mysteriöse Todes- oder Unfall im Iran oder der arabischen Welt Dagans Leuten angerechnet. Israel schweigt sich zufrieden aus.
Zweieinhalb Jahre hat Mosche Haelion, 85, im Vernichtungslager Auschwitz überlebt, in dem er seine gesamte Familie verlor. Für den Buchautor und Offizier a. D. hat der 65. Jahrestag der Befreiung des Lagers keine besondere Bedeutung. Ein Interview mit einem der letzten Überlebenden.
Der Axel Springer Verlag hat die originalen Pläne des Vernichtunsglagers Auschwitz der Holocaust Gedenkstätte Yad Vaschem übergeben. Zum ersten Mal erhielt nun die israelische Öffentlichkeit Zugang, um die Architektur des Todes zu besichtigen.
Immer wieder bringt der Raketenbeschuss israelischer Städte aus Gaza die ganze Region an den Rand des nächsten Krieges, da Israel keine Rakete mehr unbeantwortet lässt. Ein Interview mit den Männern, die mit Bomben Politik machen wollen.
Im Kampf gegen den Terror waren die Attentäter bisher im Vorteil: Sie konnten sich unerkannt ihrem Ziel nähern. Eine israelische Firma behauptet nun, dem ein Ende zu machen. Ihr Gerät soll Terroristen bereits im Vorfeld identifizieren können – indem sie ihre Emotionen liest.
Im Grenzgebiet von Rafah, zwischen dem palästinensischen Gazastreifen und der ägyptischen Sinaihalbinsel, tummelten sich lange hauptsächlich Schmuggler und Händler. Doch nun geht die ägyptische Regierung entschlossen gegen die Schmuggler vor. Scharfschützen auf beiden Seiten verdrängen die Kaufleute, die Spannung wächst. Ein Interview mit einem Schmuggler, der schon bald arbeitslos werden könnte.
Bisher war Rafah, die geteilte Stadt an der Grenze zwischen dem palästinensischen Gazastreifen und dem ägyptischen Sinai, ein Eldorado. Bewohner konnten sich an einfachen Konsumgütern bereichern. Egal ob Zigaretten, Benzin, Zement oder Potenzpillen - alles wurde mit hohen Margen an Schmuggler verkauft, die es mit horrenden Gewinnspannen durch Tunnel in den belagerten Gazastreifen brachten. Der schnelle Reichtum soll jetzt ein Ende haben, zumindest wenn es nach der Regierung in der fernen Hauptstadt Kairo geht.
In der israelischen und deutschen Presse besteht nur wenig Interesse für die Regierungskonsultationen, die am Montag in Berlin stattfanden. Sensationshungrige Journalisten ignorieren dieses Treffen völlig zu Recht. Bahnbrechende Entwicklungen sind nicht zu erwarten, händeringend suchten Vertreter beider Seiten im Vorfeld nach Gesprächspunkten für die Minister. Die bilateralen Beziehungen sind so klar und unproblematisch, dass das meiste ohnehin bereits auf bürokratischer Ebene geregelt wird. Hochrangige Vertreter des israelischen Außenministeriums betonten den „symbolischen Wert“ der Konsultationen. Man wolle der Öffentlichkeit die Intimität der neuen Normalität demonstrieren. 65 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg sei nichts Außergewöhnliches mehr an einem hochrangigen Treffen zwischen den Regierungen beider Länder.
In einer Großrazzia verhaftete die Polizei in Tel Aviv gestern (Donnerstag) einen besonders erfolgreichen Poligamisten. Medienberichten zufolge lebte der 60 Jahre alte Goel Razon gleichzeitig mit mindestens 32 Frauen und zeugte mit ihnen mindestens 89 Kinder.
Ein Video, das eindeutig ein Mitglied der Herrscherfamilie der Vereinigten Arabischen Emiraten bei der Folter zeigte, hätte eigentlich zur Überführung des Verbrechers ausreichen sollen. Doch ein Gericht sprach den Scheich jetzt frei. Der fadenscheinige Grund für den Freispruch: Der Bruder des Präsidenten sei medikamentös behandelt worden und deswegen nicht für sein Verhalten verantwortlich.
Er gilt als einer der sichersten Flughäfen der Welt. Trotzdem ist im Flughafen von Tel Aviv nichts von der weltweiten Panikstimmung zu spüren. Im Gegenteil, in Umfragen unabhängiger Organisationen wurde Ben Gurion International zum besten Flughafen des Nahen Ostens gewählt. In seiner Größenklasse rangiert er weltweit auf Platz zwei. Ein Blick hinter die sorgsam gehüteten Kulissen an dem Ort, an dem Israel gleichzeitig für Sicherheit, Bequemlichkeit und Effizienz sorgt.
Seit Jahren wird die radikal-islamische Hamas im Gazastreifen belagert. Mehr als 500 Tunnel, durch die Schmuggler Waren aus Ägypten in den belagerten Landstrich einführen, erhielten das Regime bisher am Leben und sicherten seinem militärischen Arm den Nachschub. Doch Kairo will dem jetzt ein Ende machen und errichtet eine riesige Stahlmauer. Das Bollwerk ist eine Manifestation wachsender Spannungen zwischen pro-iranischen Islamisten und pragmatischen arabischen Regimes in der Region.
Die Autobahn 443 zwischen Tel Aviv und Jerusalem ist nicht nur verkehrstechnisch wichtig - Ein Urteil des höchsten Gerichtshofes in Jerusalem macht die Straße zum juristischen Schlachtfeld, in dem über die israelische Besatzungspolitik im Westjordanland gerungen wird.
Die FAZ am Sonntag veröffentlichte diesen Artikel am 27.12.2009. Für jeden, der mehr über die ultra-orthodoxen und ihre Hüte wissen will.
Nach Monaten relativer Ruhe droht das Westjordanland wieder in den Teufelskreis von Gewalt und Vergeltung zu verfallen. Das Wochenende brachte sieben Tote und viel Bitterkeit auf beiden Seiten. Die Zwischenfälle zeigen, wie schwierig es ist, Vertrauen aufzubauen, und wie leicht, es zu zerstören.
Der Nahe Osten gibt Weihnachten 2009 nur wenig Anlass zu Hoffnung. Doch Europa darf nicht aufgeben, und sollte die Region nicht von oben herab behandeln.
Offizielle Sprecher zeichnen ein harmonisches Bild der Koexistenz von palästinensischen Muslimen und Christen. Doch hinter den Kulissen reiben anhaltende Spannungen die kleine christliche Gemeinde Palästinas völlig auf. Eines nicht so fernen Tages könnte es im Heiligen Land überhaupt keine Christen mehr geben.
In einer Stadt, in der Immobilien eher Anlass zu Streit als Grund zu Versöhnung sind, dient ausgerechnet ein deutsches Gebäude als Begegnungsstätte für Juden, Christen und Muslime und als Zeichen der Versöhnung der drei Religionen. Vor 100 Jahren wurde die von Kaiser Wilhelm II. gestiftete Augusta Viktoria Kirche auf dem Ölberg eingeweiht. Im kommenden Jahr wird der restaurierte Festsaal wieder in Betrieb genommen. Auch Juden und Muslime halfen maßgeblich bei der Instandsetzung des preußischen Kaisersaals. Zu Weihnachten hat Pastor Michael Wohlrab, der das historische Gebäude verwaltet, endlich wieder Grund zu Hoffnung.
Bundesaußenminister Westerwelle in Israel
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Israels Gesellschaft - dritter Teil
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Fayad setzt auf Diplomatie
Immer noch Tabu
Nahost sieht Obamas Nobelpreis kritisch
Erster Deal zwischen Hamas und Israel
Religion in der Siedlungspolitik
Jeder zu seiner Zeit
Obamas erster Nahostgipfel
Zum ersten Mal seit dem Wahlsieg des israelischen Hardliners Benjamin Netanjahu kam es in der Nacht zum Dienstag unter der Schirmherrschaft von US-Präsidenten Barack Obama in New York zu einem Gipfeltreffen zwischen der neuen israelischen Regierung und der palästinensischen Führung. Doch die Palästinenser waren sichtlich unbeeindruckt: Am Tag danach warnten sie sogar vor neuen Unruhen, während die Islamisten der Hamas den pragmatischen Präsidenten Machmud Abbas beschuldigten, vor Israel kapituliert zu haben. Allseits wurde betont, dass der Fototermin im schicken Waldorf Astoria nicht den Beginn von Friedensverhandlungen symbolisiere. © 2009 Gil Yaron - Making the Middle East Understandable
Obama verkündet Nahostgipfel
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