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Operation verlängert erstmals Penis
Ibrahim dachte schon, er würde niemals heiraten können. Die erste Verlobte hatte den 20 Jahre alten Muslim aus Nordisrael bereits verlassen. Der Grund dafür war sein unzureichendes Geschlechtsorgan. Das war zwei Jahre zuvor in einer stümperhaften Beschneidung schwer zu Schaden gekommen. Im Gegensatz zu anderen Glaubensgenossen ließ Ibrahim sich nicht im Alter von 13, sondern erst mit 18 Jahren beschneiden. Der Imam, der die Prozedur vornahm, war ein wenig übereifrig, und schnitt nicht nur die Vorhaut ab, sondern auch einen Teil des Penis selbst. Die Narbe, die sich bildete, ließ Ibrahims Geschlechtsorgan bis auf drei Zentimeter schrumpfen, Erektionen wurden unmöglich. Als seine Zukünftige davon Wind bekam, annullierte sie die angesetzte Heirat.
Für den jungen Man schien die Lage aussichtslos, ein Bekannter riet ihm jedoch dazu, den plastischen Chirurgen Dr. Yaron Bar-Shai vom Carmel Zentrum in Haifa aufzusuchen. Der versuchte zuerst, Ibrahim mit einer bekannten Methode zu helfen, aber vergeblich. Eine Z-Plastik, mit der Plastiker normalerweise Narben behandeln, scheiterte. Die Zeit war reif für einen letzten, verzweifelten Versuch.
Mit einer neuen Technik, der 5-Flappen Plastik, gelang es Bar-Shai nun, Ibrahims Eheleben zu retten. Das verkümmerte Organ wurde auf elf Zentimeter verlängert, schon zwei Monate nach der Operation habe Ibrahim bereits eine voll einsatzfähige Erektionen gehabt, berichtete Bar-Shai in einer Fachzeitschrift. Die Technik hatte Bar-Shais Vater, Professor Bernard Hirschowitz, entwickelt, sie wurde bisher aber nie auf ein männliches Geschlechtsorgan angewandt. „Sie hat in diesem Fall gleich mehrere Vorteile“, sagt Bar-Shai. Bisher nutzen Chirurgen in ähnlichen Fällen Hautlappen, die sie von anderen Körperteilen abtrugen. Die hatten aber nicht bloß andere Farben, sondern vermittelten dem Patienten nach der Heilung auch nicht dasselbe Gefühl wie die besonders feine, elastische und sensible Haut des Penis. Die 5-Flappen Plastik hingegen nutzt Hautreste vom Penis, um das Organ zu verlängern.
Ibrahim ist inzwischen wieder verlobt. Dank des Eingriffes von Bar-Shai soll er nach seiner Hochzeit auch auf natürlichem Weg Vater werden können.
© 2010 Gil Yaron - Making the Middle East Understandable
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