Seit dem Tod eines Hamasfunktionärs in Dubai, der im Januar angeblich von Mossad Agenten ermordet wurde, erfreut sich der israelische Geheimdienst einer neuen Beliebtheit. Nicht nur, dass im Internet inzwischen „Mossad“ T-Shirts mit Pistole und Fadenkreuz erhältlich sind. Angeblich wollen immer mehr Männer und Frauen zum israelischen James Bond werden. Die Jobbeschreibung auf der Webseite des Mossad (www.mossad.gov.il) klingt vielversprechend. „Wagemutig, gerissen und weise“ sollen die Agenten sein, „Menschen mitreißen können“, akademische Bildung haben und bereit sein, im Rahmen ihrer Arbeit ins Ausland zu reisen. Dann, so verspricht der Mossad, hätten sie Aussicht auf einen Job, der „die nationale Sicherheit fördert“ und der „eine neue Realität schafft“, in der man „eine Hauptrolle spielt.“ Wer diesen Mut nicht aufbringen will, kann in anderen Stellen im Geheimdienst Anstellung finden: Computerexperten, Rechtsanwälte, Übersetzer, ja selbst Elektriker sucht der legendäre Dienst inzwischen, um seine Ränge aufzufüllen. Denen wird allerdings keine Reise ins arabische Ausland versprochen.